Blog: Aufschlag ...


Mit Schwung in die Herbstferien

Mit drei Siegen in drei Spielen am vergangenen Wochenende, startete der Nachwuchs erfolgreich in die Herbstferien. Überhaupt können die Mannschaften, nach etwas mehr als der Hälfte der Vorrunde zufrieden sein, denn kein Team belegt einen Abstiegsplatz. Im Gegenteil, mit der 1. U19 und der U11 stellen wir zwei Tabellenführer. Die Aktiven, durch Abgänge ohnehin nicht euphorisch in die Saison gestartet, behaupten sich besser als erwartet. Im Moment sieht es jedenfalls danach aus, als ob die Saisonziele erreichbar sind.

Abzulesen sind die guten Mannschaftsergebnisse auch an den aktuellen TTR Werten der einzelnen Spieler/Innen. Die meisten haben einen guten Schritt nach vorne gemacht, teilweise sogar bis zu 50 Punkte. 

Jetzt gilt es dran zu bleiben! 

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EIN DORF SPIELT TISCHTENNIS- Ein scheinbar zeitloses Turnier

Wer das diesjährige Hobbyturnier „Ein Dorf spielt Tischtennis“ besuchte, fühlte sich wie in einer Zeitmaschine. Zurück in eine schöne Zeit versetzt, in der die Welt noch in Ordnung war. Auch wenn nicht alle Teams der Vergangenheit an Bord waren, hatte es was von Familientreffen. 

Dies dient auch als Beleg für die guten Erfahrungen die von den Teilnehmer/Innen, bestenfalls als „Ex -Spieler/Innen“ oder mit dem Turnier, gemacht wurden. Und nicht zuletzt auch als Wertschätzung gegenüber der TT-Abteilung. 

Viele Turniere haben sich in der Vergangenheit totgelaufen, vor allem weil die eigenen Regeln nach und nach verwässert wurden. Dieser Versuchung haben die Organisatoren bis heute widerstanden, mal abgesehen von seltenen Ausnahmen. 

Sogar das eigene Hobbyteam hat sich dieser Philosophie untergeordnet und hat auf eine Teilnahme verzichtet. Trotzdem ist es bitter, wenn man für seinen Trainingsfleiß bestraft wird. 

Nebenbei konnte bisher auch durch soziale Preise und Startgeldverzicht glaubhaft vermittelt werden, keine Abzocke zu betreiben. Dies alles hat dazu beigetragen, daß das Hobbyturnier ein großer Erfolg ist und hoffentlich bleiben wird. 

Soweit die gute Seite der Medaille - Nun die Schlechte.

Die ursprungliche Idee dieser Veranstaltung war ja, Bliesransbach zu einem „Tischtennisdorf“ zu machen. Also einen nachhaltigen TT-Boom auszulösen mit allem was dazugehört: Spitzenmannschaften, Zuschauern und vieles mehr, was noch so in den „Dreisterneträumen“ vorkommt. Allerdings hielten die Träume der Realität nicht stand. Die Abteilung hat zwar sportlich geliefert so gut es ging, doch die Euphoriewelle im Ort blieb aus, bis heute. Lediglich an den Tagen im Jahr, wenn das Hobbyturnier ansteht, ist der Tischtennissport im Vordergrund. Böse Zungen behaupten ja schon, dass es die TT-Abteilung gar nicht gibt und die Spielberichte in den Medien nur „Fake News“ sind. Dabei gäbe es für dieses Problem eine einfache Lösung : In die Halle kommen ! 

Spaß beiseite. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Schulschließung viel zur Entfremdung der Kinder zu den Vereinen beigetragen hat. So ist festzustellen, dass nur noch ein Drittel der Nachwuchsspieler/Innen in der TT-Abteilung, aus Bliesransbach sind. 

Hier schließt sich evtl. auch der Kreis zum Hobbyturnier, denn ohne „Einheimische“ auch kein „Dorf spielt Tischtennis“. 


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Provokant gefragt: 

Wird sich künftig Nachwuchsarbeit noch lohnen? 

Noch sind wir beim TUS Bliesransbach nicht so weit uns diese Frage zu stellen, aber mittelfristig könnte sie relevant werden. Weniger aus Mangel am Willen sondern an der Motivation, den bis dahin extrem ausgedünnten Pool an Nachwuchsspielern für die höherklassigen Vereine aufzufüllen. Panikmache? Na ja, man muss sich nur die aktuelle Saarlandliga mit sechs(!) U11 Mannschaften anschauen. Insgesamt etwa 25 Spieler/Innen sollen in ca 15 Jahren das sportliche Rückgrat des STTB sein ? Hätten wir Fußballverhältnisse, wären diese Spieler/Innen schon jetzt mit Vorverträgen bestückt, allerdings mit Ausbildungsvergütungen für die Vereine. Dies wäre im TT-Sport eventuell auch eine Möglichkeit, um die letzten 40% an Ausbildungsvereinen nicht auch noch zu vergraulen. Die bei den Mädchen schon lange kursierende Sinnfrage, werden sich etliche Vereine dann grundsätzlich stellen: Warum für andere Vereine die Nachwuchsarbeit leisten? 

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Vereine die keine „Jahrhundertmannschaft“ zusammenbringen, ihre einzelnen Talente verlieren werden mit dem Resultat, wieder von vorne beginnen zu müssen. Dies wird wohl nicht lange gut gehen. 

Klar, man kann sich keine Spieler/Innen „aus den Rippen schnitzen“, aber man hat den Eindruck, dass der Niedergang im STTB nur verwaltet wird. Und das, was besonders bitter ist, in Reichweite eines Bundesligisten und zweier großer Tischtennisausrichter. 

Euphorie sieht anders aus! 



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 Positiver Trend - Nachwuchs findet Anschluß an die Aktiven


Der Plan, möglichst viele der Nachwuchsspieler/Innen im Aktivenbereich zu integrieren, scheint trotz kleinerer Rückschläge aufzugehen. In dieser Saison gehören schon vier Spieler und eine Spielerin zum Stamm ihrer Mannschaften, teilweise sogar mit Meisteraussichten. Damit trägt die vor vier Jahren begonnene Nachwuchsoffensive erstmals Früchte und ist zumindest erfolgreicher wie in der Vergangenheit. Deshalb ist es besonders wichtig, dass der Verein ein breites Spektrum an Ligen bietet, damit jeder Nachwuchsspieler/In seinen Platz finden kann. Nicht alle Plätze können jedoch gleich belegt werden, wie den in der 1.Mannschaft. Für die Saarlandliga braucht es eine besondere Stärke, denn schon die Routiniers stoßen hier an ihre Grenzen. Darum ist es Fluch und Segen zugleich für einen Nachwuchsspieler , wenn die 1.Mannschaft so weit oben spielt.


Trotzdem haben wir die Spieler die diesen Sprung schaffen können, vielleicht schon in der kommenden Saison. Um an diesen Punkt zu kommen ist es jedoch für Spieler und Trainer eine lange „Tour“ und wird es auch für die nachrückenden Spieler/Innen sein. Schließlich kann auf dem Weg dorthin viel passieren, z.B. Umzug, Krankheit, oder schlichtweg Desinteresse. Für alles muss man als Verein gewappnet sein und einen möglichst breiten Spielerkreis zu Verfügung haben. Erfreulicherweise ist dies noch immer der Fall und der Blick in unsere Trainingshalle mit den 13 aufgebauten Tischen, läßt das Tischtennisherz höher schlagen.


Zu verdanken hat es der Verein einem engagierten Trainerteam, das keine Spielerwünsche offen lässt. Der Verein bietet zudem „paradiesische“ Umstände an Trainingsmöglichkeiten, die auch gerne in Anspruch genommen werden. Das alles ist jedoch keine Garantie, dass es auch weiterhin so erfolgreich bleibt. 


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Das Blatt hat sich gedreht 

Wer das jüngste Mannschaftsfoto (s.Teams) unserer U11 betrachtet stellt verwundert fest, dass kein(e) „Einheimische(r)“ darauf zu sehen ist. Auch in den anderen vier Nachwuchsmannschaften sieht es ähnlich aus, denn von den weiteren 20 Spieler/Innen sind nur sechs aus dem Ort. Schaut man in der Chronik nach, sah das vor 10-15 Jahren umgekehrt aus. Allerdings, und das zum Trost, sind von den damaligen „Bio Raaschbachern“ auch nur eine Handvoll übrig geblieben - trotz der kurzen Wege.
Eigentlich erstaunlich, denn nach wie vor ist die Tischtennisabteilung sehr präsent im Ort. Hier hat Tischtennis eine fast 75 jährige Tradition und konnte immer starke Spieler/Innen hervorbringen. Allerdings ist die Geburtenrate auch auf „dem Land“ immer weiter gesunken und gipfelte darin, dass die Grundschule in Bliesransbach geschlossen wurde. Damit war eine Nachwuchsquelle weitgehend versiegt, denn die Tischtennis Sportwoche an der Grundschule während des Hobbyturnieres „Ein Dorf spielt Tischtennis“, fand nicht mehr statt. Allerdings, dort wo jetzt die Schulen beheimatet sind, konnten die TT-Vereine vor Ort, auch kein Kapital daraus schlagen.
Gut für uns, denn wir haben was man dafür braucht: Lust auf Tischtennis
Vielerorts fehlt in den Vereinen die Power für Nachwuchstischennis, was für den TT-Sport insgesamt eine verhängnisvolle Entwicklung ist. Deshalb wird, solange unser Angebot stimmt, auf absehbare Zeit die Quote an auswärtigen Kindern hoch bleiben.
In der heutigen mobilen Zeit ist die Wohnanschrift auch egal, Hauptsache die Vereinsanschrift stimmt – TUS Bliesransbach ! 


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Das Beste zum Schluß - Sommermärchen plus Bescherung



Als hätte es dieses Jahr noch eines Sahnehäubchens bedurft, kam zu den fünf Meisterschaften 2022, noch drei Saarlandmeistertitel am 11.12.22 hinzu.

Was soll da noch kommen, fragt man sich unwillkürlich.
Angesichts dieser Erfolgswelle ist es schwer daran zu glauben, diese Saison in naher Zukunft noch toppen zu können.
Muss es auch nicht, denn jedes Jahr stellt andere sportliche Anforderungen. So kämpfte die 1.Mannschaft letzte Saison um den Titel, diese Saison um den Klassenerhalt. Über beides kann man sich genauso freuen. Oder letzte Saison standen beim Nachwuchs die Mannschaften im Vordergrund, diesmal stehen die Einzelwettbewerbe im Rampenlicht des Vereines. Gut so.

Es gibt auch in Zukunft noch viel zu tun. Zwar ist es schön, dass wir bei Aktiven und Nachwuchs soweit oben stehen, doch das aktuelle Niveau will erst mal gehalten werden. Darauf werden wir in naher Zukunft das Hauptaugenmerk legen müssen. Wir brauchen eine attraktive Liga, um unserem Nachwuchs was bieten zu können. Schon mitte Januar startet der zweite Teil der Saison, mit einem hoffentlich guten Ausgang für unsere Zukunftspläne. Ist der Verlauf der Rückrunde so schön wie die gerade vergangene Weihnachtsfeier, können bei Saisonende wieder die Sektkorken knallen. 


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TUS Damen im Aufwind - Mädchen im Aufbau 



Bliesransbach. Darin sind sich Abteilungsleiter Leo Klopp und Jugendleiter Jean Nussbaum einig - zu einem richtigen Verein gehören auch Damen- und Mädchenmannschaften.


Dabei erlebte der Verein schon schöne Zeiten mit erfolgreichem Damen- und Mädchentischtennis. Vor allem in den 90iger Jahren holten die Damen mehrere Meisterschaften und Pokalsiege. Auch im Nachwuchsbereich waren Mädchen und Schülerinnenmannschaften von 2010-2013 sehr erfolgreich.

Daran will der Verein bei Damen und Mädchen unbedingt wieder anknüpfen und ist damit aktuell auf einem sehr guten Weg. Zwar spielt man zur Zeit in einer Damenspielgemeinschaft mit dem Post SV Saarbrücken, doch lediglich eine Spielerin des PSV gehört noch zur Stammformation. Gehen die Planungen auf, will man mittelfristig wieder auf eigenen Füßen stehen. Vor der Saison sind mit Elke Dapper (Saargemünd) und Rebecka Müller-Kelly (zurück vom TTSV Fraulautrn) zwei neue Spielerinnen zur Mannschaft gestoßen und erwiesen sich wie erwartet als große Verstärkung. Für Mannschaftsführerin Babsi Heid sicher eine große Hilfe, denn in den letzten Jahren lieferte sie praktisch eine „One Women Show“ ab. Dementsprechend rangierte das Team meist im unteren Mittelfeld, ohne um den Titel mitspielen zu können.

Dies sieht in der aktuellen Saison völlig anders aus. Die Damenmannschaft grüßt nach Ende der Vorrunde von der Spitze der Bezirksligatabelle und das ganz ohne Verlustpunkt. Gleich am ersten Spieltag der Rückrunde(15.01.22) blieb man in der Aufstiegsspur und distanzierte den bisherigen Tabellenzweiten Remmesweiler deutlich mit 8:2 Punkten. Sogar der Ausfall der Nr.2 Elke Dapper blieb folgenlos, denn Ersatzspielerin Zoe Nola, war mit zwei Siegen eine glänzende Vertreterin. Mit nun vier Punkten Vorsprung auf den neuen Zweitplatzierten TTV Stennweiler, könnte man sich sogar einen Ausrutscher erlauben. Davon will die Nr. 1 Babsi Heid jedoch nichts wissen und hat die Landesliga schon fest im Blick. „Ich freue mich schon riesig darauf, auch wenn ich als Spitzenspielerin dann noch mehr trainieren muss“, gibt sich die Spielführerin kämpferisch.

Optimismus herrscht auch beim neuen Mädchenteam, denn nach einem halben Jahr Training ist nun der Zeitpunkt einer Teilnahme am Spielbetrieb des STTB gekommen. Spitzenspielerin ist die 15 jährige Zoe Nola, die erst im Juni 2021 mit Ihrer Schwester Nola(12), zum Verein gestoßen ist. Mittlerweile fühlt sie sich im Verein pudelwohl und hat auch schon erfolgreiche Einätze im Damenteam absolviert. Zur Mannschaft gehören außerdem die “Einheimischen“ Franziska- und Johanna Kuntz sowie die Zwillinge Emilia, Viktoria Conrad, wie auch Fiona Lunetta(Habkirchen) und Anna Braun (Blies -Schweyen).
„Dabei soll es aber nicht bleiben“ lässt Nussbaum nicht locker und hat schon Werbeaktionen wie den Girl’s Cup im Sommer im Sinn, sofern es Corona zulässt. „Hoffentlich macht uns Omikron keinen Strich durch die Rechnung“ bangt er nun um den Start der Mädchenmannschaft. Auch für Abteilungsleiter Leo Klopp ist die Durchführung der Rückrunde noch längst nicht in „trockenen Tüchern“. Käme allerdings bei Saisonabbruch nur die Vorrunde in die Wertung, stünde der Verein mit vier Tabellenführern sehr gut da. Für das neue Mädchenteam wäre das schade, denn es müsste sich mit einem Start bis zum Herbst gedulden.