Aufschlag ...

Das Beste zum Schluß - Sommermärchen plus Bescherung



Als hätte es dieses Jahr noch eines Sahnehäubchens bedurft, kam zu den fünf Meisterschaften 2022, noch drei Saarlandmeistertitel am 11.12.22 hinzu.

Was soll da noch kommen, fragt man sich unwillkürlich.
Angesichts dieser Erfolgswelle ist es schwer daran zu glauben, diese Saison in naher Zukunft noch toppen zu können.
Muss es auch nicht, denn jedes Jahr stellt andere sportliche Anforderungen. So kämpfte die 1.Mannschaft letzte Saison um den Titel, diese Saison um den Klassenerhalt. Über beides kann man sich genauso freuen. Oder letzte Saison standen beim Nachwuchs die Mannschaften im Vordergrund, diesmal stehen die Einzelwettbewerbe im Rampenlicht des Vereines. Gut so.

Es gibt auch in Zukunft noch viel zu tun. Zwar ist es schön, dass wir bei Aktiven und Nachwuchs soweit oben stehen, doch das aktuelle Niveau will erst mal gehalten werden. Darauf werden wir in naher Zukunft das Hauptaugenmerk legen müssen. Wir brauchen eine attraktive Liga, um unserem Nachwuchs was bieten zu können. Schon mitte Januar startet der zweite Teil der Saison, mit einem hoffentlich guten Ausgang für unsere Zukunftspläne. Ist der Verlauf der Rückrunde so schön wie die gerade vergangene Weihnachtsfeier, können bei Saisonende wieder die Sektkorken knallen. 


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Zwischenbilanz 



Größer können die Unterschiede zwischen dem ersten Halbjahr mit seinen fünf Meisterschaften und dem zweiten Halbjahr 22, mit bisher mäßiger Ausbeute bei den Aktiven, nicht sein. An die fehlenden Erfolge musste man sich erst wieder gewöhnen, denn in den letzten drei Jahren ging es nur bergauf. Trotzdem waren die Erwartungen keineswegs utopisch, denn dass die Trauben in der Saarlandliga hochhängen, kam für die 1. Mannschaft nicht unerwartet. Nichtsdestotrotz wurde sich mehr ausgerechnet, als am 5. Spieltag zu Null dazustehen. Allerdings hätte es bei diesem Auftaktprogramm optimal laufen müssen, was aber wegen Verletzungen und Corona nicht möglich war. Optimistisch stimmt, dass nach wie vor die Moral der Mannschaft intakt ist und die „machbaren“ Gegner in dieser „Zweiklassengesellschaft“ noch kommen. Trotzdem werden auch das „brutale“ Spiele sein, in denen sich keine Schwäche erlaubt werden darf.

Auch die weiteren Aufsteigerteams der Zweiten und Damenmannschaft „hadern“ mit ihrer Punkteausbeute, ohne jedoch an ihr zur verzweifeln. Sie wollen bestmöglichst ihre Spiele absolvieren und sehen, was am Ende dabei rauskommt. Mit solchen Problemen muss sich die Dritte nicht herumschlagen, denn in der Viererklasse Ost wird sie weit vorne mitspielen.

Nicht zu den Sorgenkindern gehören bisher auch die Nachwuchsmannschaften. Vor allem beide U19 Teams sind auf dem gleichen Level wie letzte Saison und können erneut um die Meisterschaft mitspielen. Sehr gut aufgestellt sind wir auch im Altersbereich U15, U13, U11, obwohl es meist neuformierte Mannschaften sind. Stolz darf man ohne Zwefel darauf sein in allen Altersklassen vertreten zu sein, was heutzutage nicht mehr von vielen Vereinen erreicht wird.
Bei richtiger Einordnung des bisherigen Saisonverlaufes überwiegt, trotz aller Schwierigkeiten, das Positive. Schließlich gab es schon Zeiten, da wären wir für die aktuellen Probleme froh gewesen.

In diesem Sinne eine erfolgreiche Vorrunde, Leo.


  

Erste „stand mehr als ihren Mann“ . 



Die 1. Mannschaft, als Aufsteiger gestartet, schlug in der Liga ein wie eine Bombe. Das Team um Spitzenspieler Christoph Miodek düpierte ein ums andere mal ihre Gegner mit viel Kampfgeist, aber auch großem Können. Nicht nur die Spieler selbst, sondern sicher auch die Konkurrenz, rieben sich beim Blick auf die Tabelle verwundert die Augen. Mit sage und schreibe 16:0 Punkten, führten die „Underdogs von der Oberen Saar“, nach Ende der Vorrunde die Liga an und das als Aufsteiger! 

Dabei verlor man aber nicht die Realität aus den Augen, denn die eigentlichen Meisterschaftsfavoriten lagen weiter auf der Lauer. Dazu gehörten Traditionsvereine wie TTV Reisbach, TTG Fremersdorf/Gerlfangen oder TTC Schwarzenholz. Auch Teams wie Rimlingen/Bachem Berus und Fraulautern, mussten erst ein zweites mal bezwungen werden. Trotz des in der Vorrunde getankten Selbstvertrauens, war es nicht sicher ob man das Niveau wird halten können. Schließlich hatten nur Christoph Miodek und Lars Fischer in den letzten Jahren in den „oberen Gefilden“ der TT-Ligen mitgespielt.
Dagegen zählte das Quartett aus Patrick Kuntz, Joachim Schäfer, Johannes Bell und Robin Bell zu den Underdogs und waren meist in den Kreis- und Bezirksligen aktiv. Es spricht für ihr Talent, dass sie„aus dem Stand“ ohne Probleme in der Liga mitspielen konnten. Weiter positiv ins Auge fiel die, im Gegensatz zu anderen Vereinen, überdurchschnittlich starke „Ersatzbank“. Martin Werner, Nico Neuschwander, Joel Napoli fügten sich, wenn gefordert, nahtlos ein. Genauso wichtig war das Ausbleiben von Diskussionen bei Ersatzstellung. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn schließlich hatten alle Mannschaften des Vereins Titelambitionen und da schmerzt es, den Besten abzugeben. Keiner sagte jedoch aus einer Laune heraus ab, im Gegenteil, jeder gab beruflich wie privat alles, um an der Platte zu stehen.

Dass es am Ende sogar für den großen Titel gereicht hat, ist eine tolle Geschichte und wird in die Annalen der Tischtennis Abteilung eingehen.

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Schwierige Lage.

Für alle Beteiligten, ob beim STTB oder den Vereinen, ist es aktuell eine schwierige Zeit, die dem Coronavirus geschuldet ist. Die einen (STTB) müssen die Entscheidungen treffen, die anderen (Vereine) diese umsetzen. Während der Verband das große Ganze im Blick hat, muss der Verein alle Kräfte für einen gelungenen Spielbetrieb aufbringen.
Angesichts der ultrahohen Inzidenzwerte war es aber schon erstaunlich, dass im Aktiven-und Nachwuchsbereich, zumindest keine Saisonunterbrechung erfolgte. Gerade in diesem Spieler/Inkreis häufen sich zur Zeit die Krankmeldungen. Wohl dem Verein der in dieser Zeit über ausreichende Ressourcen verfügt. Meist ist jedoch der Ausfall nicht gleichwertig zu ersetzen, wodurch das ein oder andere überraschende Ergebnis erst möglich wird.


Unser Verein ist bisher glimpflich davon gekommen und zeigt sich relativ widerstandsfähig. Die Mannschaften haben mit die meisten Spiele in ihren Ligen absolviert und rangieren zudem auf aussichtsreichen Plätzen. Der Nachwuchsbereich stabilisiert sich weiter auf hohem Niveau und konnte sogar eine reine Mädchenmannschaft nachmelden.


Fazit: Die insgesamte Lage gäbe es zwar her, doch sportlich haben wir keinen Grund zum Trübsal  blasen.


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TUS Damen im Aufwind - Mädchen im Aufbau 



Bliesransbach. Darin sind sich Abteilungsleiter Leo Klopp und Jugendleiter Jean Nussbaum einig - zu einem richtigen Verein gehören auch Damen- und Mädchenmannschaften.


Dabei erlebte der Verein schon schöne Zeiten mit erfolgreichem Damen- und Mädchentischtennis. Vor allem in den 90iger Jahren holten die Damen mehrere Meisterschaften und Pokalsiege. Auch im Nachwuchsbereich waren Mädchen und Schülerinnenmannschaften von 2010-2013 sehr erfolgreich.

Daran will der Verein bei Damen und Mädchen unbedingt wieder anknüpfen und ist damit aktuell auf einem sehr guten Weg. Zwar spielt man zur Zeit in einer Damenspielgemeinschaft mit dem Post SV Saarbrücken, doch lediglich eine Spielerin des PSV gehört noch zur Stammformation. Gehen die Planungen auf, will man mittelfristig wieder auf eigenen Füßen stehen. Vor der Saison sind mit Elke Dapper (Saargemünd) und Rebecka Müller-Kelly (zurück vom TTSV Fraulautrn) zwei neue Spielerinnen zur Mannschaft gestoßen und erwiesen sich wie erwartet als große Verstärkung. Für Mannschaftsführerin Babsi Heid sicher eine große Hilfe, denn in den letzten Jahren lieferte sie praktisch eine „One Women Show“ ab. Dementsprechend rangierte das Team meist im unteren Mittelfeld, ohne um den Titel mitspielen zu können.

Dies sieht in der aktuellen Saison völlig anders aus. Die Damenmannschaft grüßt nach Ende der Vorrunde von der Spitze der Bezirksligatabelle und das ganz ohne Verlustpunkt. Gleich am ersten Spieltag der Rückrunde(15.01.22) blieb man in der Aufstiegsspur und distanzierte den bisherigen Tabellenzweiten Remmesweiler deutlich mit 8:2 Punkten. Sogar der Ausfall der Nr.2 Elke Dapper blieb folgenlos, denn Ersatzspielerin Zoe Nola, war mit zwei Siegen eine glänzende Vertreterin. Mit nun vier Punkten Vorsprung auf den neuen Zweitplatzierten TTV Stennweiler, könnte man sich sogar einen Ausrutscher erlauben. Davon will die Nr. 1 Babsi Heid jedoch nichts wissen und hat die Landesliga schon fest im Blick. „Ich freue mich schon riesig darauf, auch wenn ich als Spitzenspielerin dann noch mehr trainieren muss“, gibt sich die Spielführerin kämpferisch.

Optimismus herrscht auch beim neuen Mädchenteam, denn nach einem halben Jahr Training ist nun der Zeitpunkt einer Teilnahme am Spielbetrieb des STTB gekommen. Spitzenspielerin ist die 15 jährige Zoe Nola, die erst im Juni 2021 mit Ihrer Schwester Nola(12), zum Verein gestoßen ist. Mittlerweile fühlt sie sich im Verein pudelwohl und hat auch schon erfolgreiche Einätze im Damenteam absolviert. Zur Mannschaft gehören außerdem die “Einheimischen“ Franziska- und Johanna Kuntz sowie die Zwillinge Emilia, Viktoria Conrad, wie auch Fiona Lunetta(Habkirchen) und Anna Braun (Blies -Schweyen).
„Dabei soll es aber nicht bleiben“ lässt Nussbaum nicht locker und hat schon Werbeaktionen wie den Girl’s Cup im Sommer im Sinn, sofern es Corona zulässt. „Hoffentlich macht uns Omikron keinen Strich durch die Rechnung“ bangt er nun um den Start der Mädchenmannschaft. Auch für Abteilungsleiter Leo Klopp ist die Durchführung der Rückrunde noch längst nicht in „trockenen Tüchern“. Käme allerdings bei Saisonabbruch nur die Vorrunde in die Wertung, stünde der Verein mit vier Tabellenführern sehr gut da. Für das neue Mädchenteam wäre das schade, denn es müsste sich mit einem Start bis zum Herbst gedulden. 

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TUS Bliesransbach – TTZ an der oberen Saar 

Mit der jetzigen komfortablen Lage der Tischtennisabteilung des TUS Bliesransbach, darf man mehr als zufrieden sein. Schließlich konnte uns sogar eine Pandemie nichts anhaben - was soll da noch passieren? 

So einen „Härtetest“ gab es in den 72 Jahren seit Bestehen der Abteilung noch nie und da gab es etliche Durststrecken zu verdauen. Natürlich gab es auch Bedenken, ob das 2019 aufkommende Corona Virus den gerade begonnenen Aufwärtstrend wieder stoppen würde. Zwar überwog diesbezüglich der Optimismus, doch eine Restportion Zweifel waren angebracht. Im Jahr 2020 dann die Katastrophe – Saisonabbruch. Ungewissheit herrschte, ob und wie die Abteilung das verkraftet. 

Doch entgegen dem allgemeinen Trend kam die Abteilung mit 20 neuen Spielern/Innen und insgesamt 9 Mannschaften, sogar gestärkt aus dieser Krise. Kinder aus dem grenznahen Lothringen, dem Mandelbachtal oder dem Stadtverband gehören mittlerweile zur Nachwuchsgruppe des TUS Bliesransbach. Neben den optimalen Bedingungen die der Verein bietet, trägt zum großen Zulauf sicher auch bei, dass von den fünf Ortsteilen der Großgemeinde, nur noch in Bliesransbach Nachwuchstischtennis angeboten wird. 
In diesem Zusammenhang ist die große Bezeichnung - Tischtenniszentrum (TTZ) an der Oberen Saar – mit Sicherheit keine Übertreibung.

Dabei ist es erst drei Jahre her, als man vom letzten Höhenflug am Tiefpunkt angelangt war. Von acht Nachwuchsteams in der Saison 2011/12 war nur noch eine Nachwuchsmannschaft übrig geblieben. Trotzdem ließ man sich nicht entmutigen und hielt die langjährige Tradition der Jugendarbeit weiter aufrecht. Aktuell gehen wieder fünf Jugendteams an die Platte, mit Aussicht auf weiteren Zuwachs. 

Die Gründe für den Aufstieg der jüngsten Vergangenheit sind neben dem positiven Umfeld, wie so oft personeller Natur. Den größten Anteil am Erfolg hat wohl der neue Jugendleiter, Jean Nußbaum. Er ist seit 2019 im Amt und lebt die engagierte Tradition seiner Vorgänger weiter. Seither stieg die Zahl an Nachwuchsspieler/Innen stetig von damals zehn, auf jetzt 40 Nachwuchsspieler/Innen. Trotzdem muss vieles stimmen, denn „Wenn es Brei regnet muss man mit Löffeln da stehen“, sagt ein Sprichwort. Die Abteilung hat diese „Löffel“ in der Hand, denn die „Man Power“ mit 5 Nachwuchstrainern ist vorhanden. 

Angeführt wird die Trainergruppe von B-Schein Inhaber Christoph Miodek, der auch bei der 1. Herrenmannschaft die Nr.1 ist. Das Team ist das Aushängeschild der Abteilung und sorgt aktuell für Furore in der Landesliga Südwest. Überhaupt schwimmt die Abteilung auf einer Erfolgswelle, die in dieser Größenordnung nicht erwartet wurde. Von den Herren, über die Damen, bis zum Nachwuchs gibt es nur Erfolgsmeldungen. In allen Bereichen herrscht die Zuversicht, dass man dauerhaft in der Erfolgsspur bleiben kann, besonders nach der Pandemie.